MVZ Oberammergau
Hausärzte. Rheumatologie. Schmerz.
 
 
 
 

REHA Ü 70 WIRD EINFACHER

Selbstbestimmtheit durch sichere Mobilität bei klarem Verstand

Berlin – Obergammergau - Eine Rehabilitation verhindert in vielen Fällen die Pflegebedüftigkeit. Denn während eines mehrwöchigen Aufenthaltes mit intensiver Zuwendung, Entlastung und Distanzierung vom Alltag sowie einem mobilisierenden Therapieprogramm gewinnen ältere Menschen trotz OP oder Krankheit ihre Beweglichkeit und Selbständigkeit oftmals zurück. Deshalb hat die Bundesregierung die Verordnung einer geriatrischen Reha für Versicherte ab 70 Jahren vereinfacht.
Ab sofort prüfen Kassenärztinnen und –ärzte, also auch jeder Haus- und Facharzt, ob eine geriatrische Reha für Patienten das richtige ist. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken im Dezember 2021 beschlossen. Jetzt wird der Beschluss praxiswirksam. Mit Funktionstests überprüfen Ärzte, ob Patienten sogenannte geriatrietypische Defizite aufweisen. Das können etwa Beweglichkeitseinschränkungen sein oder Depressionen. Denn sie kennen ihre Patienten am besten. Die Krankenkassen prüft dann nur noch die so genannte leistungsrechtliche Voraussetzung. Dazu gehört zum Beispiel, dass eine Reha wegen mindestens zwei Erkrankungen notwendig ist.   
  

Rüstig im Alter statt Pflegefall

 
Beantragungs- und damit Wartezeiten von Menschen auf eine Rehazeiten können so reduziert werden. Ellio Schneider, Geschäftsführer der Waldburg-Zeil Kliniken und Mitglied im Vorstand des Bundesverbandes Deutscher Privatkliniken (BDPK), zeigt sich mit der neuen Beantragungsform zufrieden: „Reha bringt gerade älteren Menschen so viel mehr Selbständigkeit zurück und hilft Pflegebedürftigkeit zu vermeiden oder hinauszuzögern. Deshalb ist es gut, dass jetzt die Ärzte vor Ort darüber entscheiden, wer eine solche Unterstützung benötigt.“ Dafür hatte sich auch die Initiative: „Reha machts besser“ des BDPK stark gemacht.  
  

Reha vor Pflege rechnet sich für die Gesellschaft

 
Auch für alle, die schon im Ruhestand sind und ihn möglichst lange genießen wollen, ist die Reha ein wichtiges Thema. Fachleute sind sich einig: Eine Reha kann Pflegebedürftigkeit verzögern oder vermeiden. Das ist wissenschaftlich erwiesen. Dank der eingesparten Pflegekosten rechnet sich eine erfolgreiche Reha schon nach vier Monaten.  
  
Damit sind Reha-Maßnahmen für alle ein Gewinn: 
  • Ältere Menschen genießen mehr Lebensqualität. 
  • Sie können länger selbstständig oder im Kreis ihrer Familie leben. 
  • Pflegekosten werden vermieden – und damit das Sozialsystem und alle Beitragszahler entlastet.
 
Dabei geht es nicht um „Peanuts“, sondern um richtig viel Geld. Wenn Menschen dank einer Reha-Maßnahme nur einen Monat später Pflege beantragen müssten, würden allein in Nordrhein-Westfalen die Pflegekosten um 45 Millionen Euro sinken.  
  
Weitere Informationen
 
Reha rechnet sich: Zahlen - Reha macht’s Besser!   
  
Hier finden Sie Informationen des BDPK
  
  
Geriatrische Reha, PDF-Version, 1 MB 
 
  
Reharichtlinie, PDF-Version, 1 MB 
  
  
 
Pressemeldung vom 14.7.2022.  
  
 
  
  
Veröffentlicht am: 18.07.2022  /  News-Bereich: Die Presse über uns
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